3. Dezember 2024 – „Dem Sturm entgegen“ von Cecelia Ahern, Piper Verlag: Wenn das Leid einen zu zerbrechen droht, bleibt oftmals nur noch die Flucht vor sich selbst. Auch Enya will ihren Dämonen entkommen, indem sie die äußeren Umstände zu verändern sucht. Doch das wird keine dauerhafte Lösung sein. Denn auch in der neuen Heimat wird die Protoganistin überflutet von schmerzhaften Erinnerungen, die ihre finsteren Gedanken und ihre melancholischen Vorstellungen vom Leben durchtränken.
Einfühlsam erzählt
Es sind dennoch nicht ausschließlich düstere Farben, in denen die Autorin diese einfühlsame Geschichte zeichnet. Irgendwann nämlich sprengen die aufgestauten Emotionen der Hauptfigur den inneren Damm in ihrem leidgeprüften Herzen und lassen längst Verdrängtes endlich wieder frei.
Klappentext:
In einer verregneten Nacht im Dezember versucht die Ärztin Enya, einen Teenager wiederzubeleben, den sie auf einer Bergstraße in der Nähe von Dublin gefunden hat. Das Opfer einer Fahrerflucht. Der Junge überlebt, aber Enyas Leben zerbricht. Schon lange kämpft sie mit ihren inneren Dämonen, diese Nacht im Sturm treibt sie zum Handeln: Sie verlässt ihre Familie und flieht aufs Land. Doch selbst in ihrem abgelegenen Zufluchtsort wird Enya von der Regennacht heimgesucht. Kann sie unter den Zweigen eines uralten Baumes, der tausend Geschichten erzählt, den Mut finden, ihre eigene zu erzählen?
Über die Autorin:
Cecelia Ahern erzählt Geschichten über Menschen, die gerade durch eine Phase der Veränderung gehen. Sie selbst beschreibt ihre Bücher mit den Worten: „Ich fange meine Figuren dort auf, wo sie gefallen sind, und begleite sie von ganz unten wieder zurück. Ich mische gern Dunkelheit und Licht, Trauer und Humor.“