Was ist Natur für die Literatur?

„Vor den Alpen, die in der Entfernung von einigen Stunden hieherum sind, stehe ich immer noch betroffen, ich habe wirklich einen solchen Eindruck nie erfahren, sie sind wie eine wunderbare Sage aus der Heldenjugend unserer Mutter Erde und mahnen an das alte bildende Chaos, indes sie niedersehn in ihrer Ruhe, und über ihrem Schnee in hellerem Blau die Sonne und die Sterne bei Tag und Nacht erglänzen“, schwärmte einst Friedrich Hölderlin über die Natur. Diese Liebe teilt er mit vielen seiner Kolleginnen und Kollegen.

Selten nur Kulisse, sondern Leitmotiv

Als Motiv gehört die Natur seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Quellen literarischer Inspiration. Für Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist sie nämlich weit mehr als reine Kulisse: Sie wird zum Spiegel menschlicher Gefühle, zum Ort der Sehnsucht, der Erkenntnis und der Freiheit. In der Folge werden Blumen, Wiesen, Wälder und Bäume in Aphorismen, Gedichten, Erzählungen und Romanen immer wieder besungen wie Sinnbilder des Lebens.

Wie unterschiedlich die Schönheit der Natur dabei aufgefasst wird, zeigt unser Reel mit fünf berühmten Zitaten:

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