Die Tochter, die niemand wollte

„Die Tochter, die niemand wollte“ von Yasemin Toprak, Helmer Verlag: Als Teil einer Familie, in der sie sich nicht mehr geborgen, beschützt und respektiert fühlt, wird sie zur Außenseiterin – und das nur, weil sie einen eigenen Willen, eigene Gedanken und Gefühle hat, die sie aber eben nicht haben darf. Ihr als Frau stehen sie nicht zu, will man ihr weißmachen. Die Konsequenz: der brachiale Bruch, Einsamkeit, Isolation, Degeneration. Ein Kampf mit ihrer Umwelt, aber vor allem mit sich selbst beginnt. Doch es ist nicht das Ende. Die lebenseinschneidende Zäsur steht für einen Neuanfang!

Traurig, mutig, hoffnungsvoll

Mutig und stark stellt sich die Toprak der wohl schwierigsten Aufgabe ihres Daseins. Nachdem sie beinahe alles verloren hat, macht sie sich auf, den Weg zu ihrem inneren Frieden zu finden, alte Wunden zu heilen und ihre Stimme endlich hörbar zu machen.

Fazit: Die bewegende Geschichte dieser unerschütterlichen Frau dürfte vielen Hoffnung geben!

Über die Autorin:

Yasemin Toprak, Jahrgang 1991, lebt in Duisburg. Sie wuchs in einem streng patriarchalen Umfeld auf, in dem Gewalt, Ausgrenzung und familiäre Ablehnung ihren Alltag prägten. Nach dem öffentlichen Bruch musste sie sich erst ein neues Leben aufbauen in einer Gesellschaft, die für Menschen wie sie keinen Platz vorgesehen hatte – als Frau, als Migrantin, als Überlebende.

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