Die Täterinnen von Majdanek

„Die Täterinnen von Majdanek“ von Ingrid Müller-Münch, Dittrich Verlag: „Dieses Buch ist aktueller denn je: Es zeigt, wohin Rechtsextremismus und Antisemitismus führen können. In ihrem aktualisierten Bericht des Düsseldorfer Majdanek-Prozesses porträtiert Ingrid Müller-Münch nicht allein die Opfer des Massenmords, sondern insbesondere die „Frauen auf der Anklagebank“: Sie waren keine fanatischen Nationalsozialistinnen, bevor sie zu brutalen, sadistischen und mörderischen KZ-Aufseherinnen wurden, sondern Hausfrauen, Fabrikarbeiterinnen oder Pflegerinnen – Frauen aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Diese Täterinnen-Biografie sollte gerade jetzt auch Pflichtlektüre in den Schulen werden und zugleich uns allen Mahnung für die Zukunft!“, resümiert Günter Wallraff und unterstreicht damit die Notwendigkeit, das Gedenken an die Vergangenheit stets wachzuhalten – gerade jetzt in einer Zeit, in der autoritäres Denken, Hass und Ausgrenzung erneut salonfähig zu werden drohen.

Fazit: Eine aufrüttelnde, eindringliche Lektüre!

Ein weiteres Lese-Highlight aus dem Dittrich Verlag: „Der Mann hinter dem Nebel“ von Florin Irimia:

Klappentext:

„Der Mann hinter dem Nebel“ ist eine Sammlung von 23 lose miteinander verbundenen literarischen Erzählungen. In diesen Geschichten wird die Entwicklung des Protagonisten über das Groteske, Abgründige, das Traumhafte, nahezu Kafkaeske beschrieben. Es ist die Erzählung von einem Strauchelnden, der Glücksmomente und schmerzhafte Verluste erlebt, der oftmals am Scheideweg steht, wo sich ihm aber immer eine Perspektive auftut. Ein traumhaft flirrendes, ein trauriges Buch: atmosphärisch dicht, mit erzählerischer Sogwirkung. Nicht nur für Kafka-Fans.