„Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber, dtv: Von heute auf morgen kann sich alles verändern. Auf einmal ist alles, was mal war, zerstört. Was bleibt, ist nur noch eine alles aufsaugende Leere und die schale Erkenntnis, eben alles verloren zu haben. Von einem solchen Schicksal erzählt Hubers neuer Roman. In diesem Stoff steckt allerdings nicht nur reine Fiktion, hinter dieser Geschichte verbirgt sich auch sehr viel Persönliches.
Authentisch und bedingungslos
Vor Jahren traf er in Köln auf der Straße zufällig auf einen Obdachlosen, mit dem er ins Gespräch kam. Diese Begegnung ließ ihn nicht mehr los, bis er sie vollends verinnerlichte, zu Papier brachte und das Sein im Allgemeinen reflektierte – mit all seiner Zerbrechlichkeit. „Bei der Frage an mich selbst, wie ihm sein Leben entglitten ist, habe ich viel verarbeitet, was mir Angst macht und was mir hätte passieren können“, erklärt der Bestsellerautor. Und gerade dieses Sich-bedingunglos-Hineinfallenlassen in seine Figuren macht den Text so unglaublich authentisch. „Ich bin der Überzeugung, nur wenn man aus tiefstem Inneren ehrlich bleibt, kann man etwas schreiben“, so Huber, „was nicht nur glaubhaft ist, sondern sich auch fühlen lässt.“
Klappentext:
Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße. Wie er aus seinem früheren Leben gerutscht ist, darüber schweigt er. Er besitzt so gut wie nichts. Einen alten Rucksack. Geschnitzte Holzmäuse. Einen Brief, den er nicht öffnen will. Mit seinem Hund Fox kämpft er sich durch die Tage und Nächte.
Die junge, einst aufstrebende Fernsehjournalistin Alina steckt fest. Im Job und in der Angst zu scheitern. Ihre letzte Chance auf eine TV-Karriere scheint eine Reportage über das Leben auf der Straße zu sein.
Alina findet Bohm.
Über den Autor:
Christian Huber, schreibt für Print, Online, Fernsehen und die Bühne. Mit dem Team von Jan Böhmermanns „Neo Magazin Royale“ wurde er unter anderem für die Goldene Kamera und den Deutschen Comedypreis nominiert. Der Autor lebt in Köln.



