„Space Boy. Über David Bowie. Über mich.“ von Frank Schätzing, Kiepenheuer & Witsch Verlag: Seine Thriller werden, kaum sind sie erschienen, allesamt zu Bestsellern. Als Zeichner, Musiker und Performer feiert er ebenfalls Erfolge. Und jetzt liefert der Schriftsteller seine Autobiografie und schafft es auch damit, das Publikum zu fesseln. Gebannt folgt man seinen Worten, beispielsweise wenn er über eines seiner einschneidensten Erlebnisse schreibt: den Tag nämlich, an dem David Bowie in sein Leben trat, ja hineinplatzte und sich danach alles für Schätzing veränderte.
Eine melangierte Autobiografie
Und weil Schätzing nun mal Schätzing ist, gestaltet sich sein Rückblick in die Vergangenheit natürlich vollkommen anders als erwartet. Er hat mit einer gewöhnlichen Biografie wenig zu tun, zeichnet also nicht zeitlich linear Station für Station seine Lebens nach. Schätzing hat eine schillernde Erzählung geschaffen über Kreativität, schöpferisches Schaffen, Fehlentscheidungen und produktive Kraft. Dabei berichtet er nicht nur von sich selbst, sondern zeichnet zugleich ein vielschichtiges Porträt des Musikers und lässt beides harmonisch ineinanderfließen. So etwas gelingt nur einem Meisterautor wie Schätzing!
Fazit: Schätzing reflektiert mit Witz, Tempo und Tiefgang. Er beweist einmal mehr sein Talent, Themen aller Art zu fesselnden Geschichten zu melangieren.



