„Pigs“ von Jens Feuerriegel, Golkonda Verlag: Ein Amerika, das am Abgrund taumelt, gezeichnet von Rassenunruhen, politischer Radikalisierung und einer furiosen Hippie-Kultur – in einem solch chaotischen, aggressiven und brutalen Los Angeles der Jahre 1969 und 1970 ist diese regelrecht brodelnde Story angesiedelt. Sie dreht sich um Charles Manson und seine fanatischen Anhänger.
Reale Mordserie fiktiv weitergesponnen
Basierend auf ihren realen Morden an Sharon Tate und den LaBiancas erfindet der Autor ein noch grausameres Szenario: Manson inszeniert eine brutale Mordserie, um einen Rassenkrieg zu entfachen. Der schwarze Ermittler Bob Morris ist die einzige Hoffnung, um die blutige Spirale der Gewalt zu durchbrechen. Seine Nachforschungen führen ihn zu einer berüchtigten Ranch. Dort kommt es dann zum Showdown.
Was diesen Roman so erschütternd macht, ist seine zeitlose Botschaft. Obwohl die Geschichte vor über 50 Jahren spielt, sind die Themen aktueller denn je: gesellschaftliche Misstände, Ausgrenzung und blindwütiger Hass.
Fazit: Nichts für schwache Nerven, aber gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je!
Über den Autor:
Jens Feuerriegel, Jahrgang 1961, studierte Germanistik und Politik in Braunschweig und war 36 Jahre lang als Journalist bei der „Elbe-Jeetzel-Zeitung“ tätig, die letzten acht als Chefredakteur.



