*Kolumne*
Auch Perry Rhodan hat ein Privatleben und als relativ Unsterblicher sicher jede Menge Hobbys, oder? Stellen Sie sich das doch einmal vor: Sie bleiben jahrhunderte-, nein jahrtausendelang jung und knackig, haben buchstäblich alle Zeit der Welt. Es wäre sicher der Startschuss für zahlreiche neue Freizeitbeschäftigungen. Sie würden – Achtung: Wortspiel! – relativ schnell zehn Musikinstrumente beherrschen, wären in zwanzig Sportarten schier unschlagbar und Expertin oder Experte auf dreißig völlig unterschiedlichen Wissenschaftgebieten, von Galakto-Psychologie bis Hyperdim-Physik.

Arbeit ist doch nicht alles!
Nicht so Perry Rhodan! Und auch nicht die anderen Methusalems der Weltraum-Soap: Icho Tolot, Roy Danton, Julian Tifflor und die Mutanten rund um Gucky – niemand von ihnen hat ein Hobby! Gut, Perry Rhodan wird das eine oder andere Mal nachgesagt, er sammle erdgeschichtliche Artefakte, Atlan ist punktuell kulturell interessiert, Reginald „Bully“ Bull kocht und isst für sein Leben gern, Alaska Saedelaere zeichnet alle paar Jahrzehnte was. Aber das war’s dann auch schon! Ja, sind die denn alle Workaholics? Und selbst wenn: Denen muss doch trotzdem irgendwann die Decke auf den Kopf fallen, oder etwa nicht? Wieso bloß nutzen sie ihre Freizeit nicht sinnvoll? Urlaub machen sie ja schließlich auch ab und an! Wirklich: So ist Unsterblichkeit doch sterbenslangweilig …
Tipp: Lesen Sie noch weitere Kolumnen, Interviews, launige Beiträge und ganz persönliche Einschätzungen in unserer Serie „CarpeGusta Literatur meets Perry Rhodan“!



