*Kolumne*
Manchmal steckt noch sehr viel mehr in einem „Perry Rhodan“-Heft als nur Science-Fiction – etwas, das sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Nein, die sogenannten Risszeichnungen sind damit nicht gemeint. Denn die technischen Skizzen von Raumschiffen, Robotern und Co. sind selbsterklärend. Anders sieht es bei eher „unverdächtigen“ Covern aus. Für ein paar von ihnen gilt nämlich ganz ausdrücklich die alte Weisheit, dass Bilder mehr als 1000 Worte sagen. Doch selbst bei längerer Betrachtung dürften die meisten Fans im Rückblick das Besondere nicht einmal erahnen. Nein, es geht hier mitnichten um eine Interpretation mit künstlerischem Anspruch. Dass die Bilder über die Jahrzehnte einem Wandel, ja dem Zeitgeist folgten, dürfte schließlich niemanden verwundern! Und nein, es geht ebenso wenig um die Jubiläumshefte 1000, 2000 und 3000. Klar sind die extrem besonders und sammelwürdig! Das ist wohl mehr als nur offensichtlich.
Das heimliche Quartett-Puzzle
Wer aber kennt den Coup der Hefte 2200 bis 2203? Nein, niemand? Gut, hier die Erklärung: Legt man die Titelbilder und eine der Rückseiten aneinander, entsteht ein einziges großes Panoramacover! Ja, in Zeiten künstlicher Intelligenz reißt das jetzt niemanden mehr vom Hocker. Vor knapp 23 Jahren war das aber noch etwas völlig anderes. In Sammlerkreisen erfreuen sich die vier Nummern daher weiterhin allergrößter Beliebtheit. Denn sie sind einmalig! Seitdem gab es zwar noch einige Doppelausgaben, deren Cover zueinanderpassten, und ausklappbare Titelbilder wie bei Heft 2400; Quartett spielte die Redaktion allerdings nicht mehr. Der Auftakt zum 33. Zyklus, „Der Sternenozean“, ist somit eine waschechte Rarität!
Verneigung vor einer Legende
Heft 1800 hat ebenfalls eine Geschichte hinter der Geschichte, allerdings eine traurige. Das Cover nämlich ist eine Hommage an Johnny Bruck. Der Illustrator der Weltraumsaga war kurz zuvor nach einem schweren Verkehrsunfall gestorben. 1797 der 1799 bisherigen Cover stammten aus seiner Feder. Das hatte ihn bereits zu Lebzeiten zur Legende gemacht. Mit dem Titelbild von „Zeitraffer“ setzte ihm die Redaktion nun endgültig ein Denkmal.

Tipp: Lesen Sie noch weitere Kolumnen, Interviews, launige Beiträge und ganz persönliche Einschätzungen in unserer Serie „CarpeGusta Literatur meets Perry Rhodan“!



