„Öffnet sich der Himmel“ von Seán Hewitt, Suhrkamp Verlag: Das Leid der ersten großen, aber glücklosen Liebe! Wer kennt es nicht? Wer hat ihn nicht gefühlt, diesen Herzschmerz, der so unendlich schlimm anmutete und von dem man glaubte, sich niemals wieder erholen zu können? Seán Hewitt schreibt genau davon: von der Seelenpein, die nur die Jugend in einer solchen Intensität hervorbringen kann. Er führt uns zurück in die eigene Vergangenheit, katapultiert uns in die Gefühlswirren von einst und lässt uns alles noch einmal mit derselben Wucht durchleben.
Liebe intensiv
Das verdanken wir diesem verwirrend-lebendigen Roman. Es ist unmöglich, ihn einfach en passant zu lesen. Nein, ihn fühlt man regelrecht – mit all seinen Abstürzen, Sehnsüchten und auch Obsessionen. Der Text ist zärtlich, poetisch brutal, einnehmend. Dem Autor gelingt das Kunststück, eine intime Geschichte zu erzählen, ohne sich in Sentimentalitäten zu verlieren. Und er scheut sich nicht davor, dorthin zu schauen, wo es wehtut: in die Schattenzonen der Erinnerung, in das verzweifelte Aufbegehren eines jungen Ichs.
Klappentext:
James steht an einer Schwelle, bald ist er erwachsen. Und er träumt von einem anderen Leben weit weg: das Dorf hinter sich lassen, die Eltern enttäuschen, dem allen endlich irgendwas Lebendiges, Echtes entgegensetzen. Denn hier in verschlafenen Thornmere im Norden Englands bleibt immer alles beim Alten, seine Runde als Milchjunge, die Gottesdienste, die ewigen Sorgen um seinen kranken kleinen Bruder, die Ausgrenzung der Mitschüler. Doch dann trifft James im Herbst 2002 auf Luke – ein Jahr älter, unverschämt gutaussehend, von seinen verkrachten Eltern zur Disziplinierung aufs Land verschickt – und im Laufe eines Jahres liefert sich James neuen, unkontrollierbaren Kräften aus, einer Sehnsucht, die ihn für immer verändern, einer Frage, die ihn sein Leben lang verfolgen wird: Würde ich alles riskieren für die Möglichkeit der Liebe?



