O Caledonia

„O Caledonia“ von Elspeth Barker, Berlin Verlag: Düster ist hier noch längst nicht düster genug! Dieses Fantasy-Abenteuer zeigt sich von einer tiefschwarzen Seite. Es verbreitet dunkelste Vibes, versprüht eine regelrecht unheilvolle Atmosphäre, die jede Szene untermalt und das Gothic-Schauermärchen in beklemmende Finsternis hüllt. Leserinnen und Leser werden es schwer haben, sich dem zu entziehen.

Gänsehautmomente

Dabei entspinnt sich die Story weniger als grelles Gruselszenario, sondern als Lektüre mit konstant unheimlicher Grundspannung – und das von Anfang an: „Wir beginnen mit einer Leiche. Hingesunken ‚in blutigem, mörderischem Tod‘ liegt die sechzehnjährige Janet in einem ‚schwarzen Spitzenkleid‘ der Mutter unter dem Buntglasfenster ihres Zuhauses in den Highlands“, lautet schon der erste Satz des Romans.

Klappentext:

In diesem modernen Klassiker erzählt Elspeth Barker meisterhaft die Geschichte einer gescheiterten Erziehung. Janet wächst in den Vierziger- und Fünzigerjahren des letzten Jahrhunderts im rauen, schottischen Norden auf, auf dem abgelegenen Familiensitz inmitten von Wäldern und Schluchten. Janet ist temperamentvoll und eigensinnig, eine hochbegabte Außenseiterin. Weil sie bei ihrer Familie ständig aneckt, sucht sie irgendwann Trost in der Literatur und der Natur. Nur in ihrer exzentrischen Tante Lila glaubt sie eine Verbündete zu haben. Das Motto der Familie – „Moriens sed Invictus“ (Sterbend, aber unbesiegt) – könnte nicht passender sein für das wilde und mutige Mädchen. Ihre eiserne Entschlossenheit, sich selbst treu zu bleiben, macht sie zu einer der unvergesslichsten Heldinnen der zeitgenössischen Literatur.

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