CarpeGusta Literatur geht bis zum 6. September in die Sommerpause. Wir verabschieden uns mit einer wichtigen Frage: Warum zieht es die Menschen seit jeher ans Meer? Die Antwort ist erschreckend einfach: Sie fühlen sich geradezu magnetisch angezogen vom azurblauen Wasser, wollen sich am Ufer gedankenverloren dem Rauschen der Wellen hingeben, dabei verträumt in die Weite blicken, sich die salzige Luft um die Nase wehen lassen und in die Ferne sehnen.
Von Homer bis Schätzing
Schriftstellerinnen und Schriftsteller greifen diese Faszination immer wieder aufs Neue auf, indem sie die Ozeane in ihren Werken zum Schauplatz großer Abenteuer und bewegender Geschichten machen. CarpeGusta Literatur stellt heute zehn berühmte Bücher vor, die dieses Motiv auf ganz unterschiedliche Weise verarbeiten:
- „Die Odyssee“ von Homer
- „Der Sturm“ von William Shakespeare
- „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe
- „Moby-Dick“ von Herman Melville
- „20.000 Meilen unter dem Meer“ von Jules Verne
- „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson
- „Der Seewolf“ von Jack London
- „Zum Leuchtturm“ von Virginia Woolf
- „Der alte Mann und das Meer“ von Ernest Hemingway
- „Der Schwarm“ von Frank Schätzing
Das Meer – eine beliebte Metapher
„Ich liebe das Meer wie meine Seele,
denn das Meer ist meine Seele.“
Heinrich Heine
„Glänzen sah ich das Meer und blinken die liebliche Welle.
Frisch mit günstigem Wind zogen die Segel dahin.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Wer einst Schiffbruch erlitt
erbebt auch vor ruhigem Meere.“
Ovid
„Ans Haff nun fliegt die Möwe,
und Dämmerung bricht herein.“
Theodor Storm
„Das Meer ist keine Landschaft,
es ist das Erlebnis der Ewigkeit.“
Thomas Mann
„Es gibt keine Seele,
die nicht ihr Wattenmeer hätte,
in dem zu Zeiten der Ebbe
jedermann spazierengehen kann.“
Christian Morgenstern
„Unter der Tonkunst schwillt das Meer unseres Herzens auf wie unter dem Mond die Flut.“
Jean Paul
„Die Idee des Meeres ist in einem Wassertropfen vereint.“
Spinoza
„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“
Franz Kafka
„Die Menschen reisen in fremde Länder
und staunen über die Höhe der Berge,
die Gewalt der Meereswellen,
die Länge der Flüsse,
die Weite des Ozeans,
das Wandern der Sterne –
aber sie gehen ohne Staunen aneinander vorüber.“
Augustinus
„Eine Frau, die einen Mann liebt, kennt sein Gesicht wie der Seemann das offene Meer.“
Honoré de Balzac
„Die Tugenden verlieren sich im Eigennutz,
wie sich die Ströme im Meer verlieren.“
François de La Rochefoucauld
„Was ist majestätisch?
Ein Sonnenaufgang über dem Meere.“
Heinrich von Kleist
Lektüre-Tipp:
Lesen Sie auch unseren Beitrag „Ringelnatz und die Kraft des Meeres“.




