„Ich denk nicht dran“ von Jo Failer, dtv: Was bleibt, wenn die Erinnerungen langsam verblassen? Diese Frage stellte sich der Autor nach der Schreckensdiagnose Demenz. Und genau so beginnt dieses Buches. „Ich will zeigen, was bei dieser Krankheit mit dem Menschen passiert. Es ist wie ein inneres Zerbröckeln. Zusammenhänge verschwimmen und das Leben wird an vielen Stellen immer fremder. Schub für Schub. Ich will nicht Mut machen, sondern ehrlich sein. Es geht um Angst, Wut, Scham. Aber auch um Alltag, Arbeit, Kinder, Lachen. ‚Ich denk nicht dran‘ ist mein Versuch, dieser Krankheit etwas entgegenzusetzen: Worte, Klarheit, Verständnis und Würde“, bringt es Failer auf den Punkt.
Sein Werk ist somit mehr als nur ein theoretischer Ratgeber. Es versteht sich als einfühlsames Porträt aus der Perspektive eines Betroffenen, das die Leserinnen und Leser direkt und ungeschont in die grausame Realität dieser Krankheit hineinzieht und dabei gleichzeitig Mut machen will.
Klappentext:
Als Jo Failer mit 51 Jahren die Diagnose „Alzheimer Frühform“ erhält, steht er noch mitten im Alltag: berufstätig, Vater von zwei kleinen Kindern, umgeben von vielen Freunden. Sein Buch ist der Versuch, die Krankheit sichtbar zu machen, solange er es noch kann. Nicht durch Statistiken, nicht durch Klischees – sondern durch echte, persönliche Momente.
Über den Autor:
Jo Failer, Jahrgang 1972, ist Journalist und Moderator. Er schrieb unter anderem für die „Schwäbische Zeitung“, arbeitete bei „Sat.1“ für „ran“ und als selbstständiger Fernsehproduzent. Heute ist er Künstlervermittler. Failer hat zwei Kinder und lebt in München.



