„Hoch oben“ von Joachim Zelter, Kröner Verlag: „Dieser Roman ist eine Fiktion. Was sonst könnte oder sollte ein Roman sein? Nichts als ein Haufen Lügen, wie der Bischof von Dublin über Gullivers Reisen einmal bemerkt hat.“ So stimmt der Autor augenzwingernd bereits im Vorwort auf seine Geschichte ein. Seine Sprache ist echte Literatur. Die Art, wie er seine Geschichten stilistisch umsetzt, amüsiert seine Leserinnen und Leser stets auf geistreiche Weise.
Große Erzählkunst
Mit feinem Gespür entlarvt Zelter die Absurditäten unserer Leistungsgesellschaft – und führt dabei vor Augen, wie skurril sich der Alltag manchmal gestaltet. Es gelingt ihm, komplexe zwischenmenschliche Mechanismen in eine zugängliche, satirische Erzählform zu kleiden. Zwischen Ironie und Ernst entsteht dabei ein Spannungsfeld, das nachdenklich macht, ohne zu belehren.
Fazit: Leichtfüßig im Ton, aber mit spürbarem Tiefgang!
Klappentext:
Ein Autounfall irgendwo in Deutschland. Schwer verletzt findet sich Jeremy Ash aus England in einem Krankenhaus wieder und kann – frisch operiert – nicht einmal die Klinikrechnung bezahlen.
Über den Autor:
Joachim Zelter, Jahrgang 1962, studierte und lehrte Literatur in Tübingen und Yale. Seit 1997 arbeitet er als Schriftsteller.



