„Die außergewöhnlich gelungene Erziehung der Frida Wolf“ von Maria Kager, S. Fischer Verlag: Eine Familie zum Verrücktwerden, eine Kindheit zum Kopfschütteln, ein Roman zum Weglesen – und das am liebsten in einem Rutsch! Als erfrischend anders entpuppt sich dieses literarische Debüt: stilistisch, inhaltlich, aber vor allem herrlich eigenwillig. Geschuldet ist das unter anderem dem wundervoll arrangierten Figurenenarrangement:
Eine völlig unnormale Familie
Der Vater, ein Gefängnisdirektor, sticht durch sein obsessives, selbstzweifelndes Verhalten heraus, während sich die Mutter als Kinderpsychiaterin völlig desinteressiert am eigenen Nachwuchs zeigt. Da bleibt der Protagonistin nur einrs übrig, um die Aufmerksamkeit ihrer Eltern auf sich zu ziehen: Sie übertreibt maßlos! Womit? Mit frei erfundenen Zwangsneurosen etwa. Doch dann, irgendwann, bricht das Unerwartete in den Alltag aller ein. Und die Katastrophe nimmt ihren Lauf …
Fazit: Traurig, komisch, skurril, außergewöhnlich!
Über die Autorin:
Die für ihr Debüt preisgekrönte Literaturwissenschaftlerin Dr. Maria Kager, Jahrgang 1978, wuchs in Haarlem auf und lebt heute in Amsterdam.



