20. November 2025 – „Die Bärin“ von Daniela Chmelik, Helmer Verlag: „Ich glaube, er hat gerade gesagt, dass mein Unglücklichsein zu schwer für ihn ist. Dass er nicht weiß, ob er mich lieb genug hat, um mit mir zusammen zu bleiben. Was soll ich tun?“ Das fragt sich eine Verlassene, eine zutiefst Verletzte, eine Frau, deren Gefühle mit Füßen getreten wurden. Neue Empfindungen stellen ihre bisherige Welt nun völlig auf den Kopf. Denn die Trennung löst in der Protagonistin einen Reigen sie aufzehrender Emotionen aus. Sie sind geprägt von einem bedrückenden Schwarz.
Über ein brennendes Herz
Doch Dinah wächst trotz allen Trübsinns über sich hinaus. Sie will es noch einmal wissen, möchte dem Schicksal die Stirn bieten, es provozieren – mal kampfeslustig, mal resignierend, mal traurig, mal selbstbewusst. Nie fühlt sie wie am Tag davor. Nur eines bleibt unverändert: ihr Herz. Es brennt kontinuierlich, lichterloh und unübersehbar, als könnte keine Macht der Welt diese lodernde Flamme löschen, am wenigsten sie selbst. In diesem Feuer liegen schließlich ihre ganze Angst, ihre Hoffnungen und all das, was sie einmal gewesen ist – und was sie vielleicht noch werden kann.
Über die Autorin:
Daniela Chmelik, Jahrgang 1980, studierte Literaturwissenschaften und war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Hamburg.













