Der Kampf mit dem Dämon

„Der Kampf mit dem Dämon“ von Stefan Zweig, S. Fischer Verlag: Zweig selbst zählt zu den ganz Großen der Weltliteratur. Mit seiner „Schachnovelle“, mit „Briefe einer Unbekannten“ und „Der Amokläufer“ schrieb er Literaturgeschichte.

Was viele aber nicht wissen, ist, dass er auch ein passionierter Biograf und Hobbypsychologe aus Leidenschaft war. Er beschäftigte sich oft mit seinen Schriftstellerkollegen und Gleichgesinnten, um sie zu porträtieren. In diesem Buch widmet er sich mit Akribie dem Werk und Leiden von Hölderlin, Kleist und Nietzsche. Empathisch zeichnet er ihre tragische Vita nach, berichtet von ihrem Verfall, ihrer Zerbrechlichkeit. Denn eines lag Zweig besonders am Herzen: aufzuzeigen, wie sich schöpferische Genialität aufzulösen vermochte in unausweichliche Destruktivität. Vielleicht lag diese „Vorliebe“, dieses Sich-hineinfühlen-Können daran, dass Zweig selbst zeitlebens mit seinen eigenen inneren Dämonen zu kämpfen hatte.

Lesen Sie noch mehr über Stefan Zweig in unseren Artikeln „Ein Leben im Schatten des Todes: Die letzten Monate Stefan Zweigs“, „Stefan Zweig: Silberne Saiten“ und „Freud, wie ihn keiner kennt“.