„Das violette Hündchen“ von Michael Maar, Rowohlt Verlag: Dieses 600 starke Literatur-Kompendium ist als Hommage und Liebeserklärung an die Literatur zu verstehen. Mit feinem Gespür und brillanter Beobachtungsgabe gelingt es dem Autor darin, bekannte Werke in einem neuen Licht erscheinen zu lassen: nicht belehrend-langweilig, sondern klug und unterhaltsam. Maar überzeugt mit seinem inspirierenden Sprachduktus, stets durchdrungen von Neugier, Witz und souveränem Wissen. „Das violette Hündchen“ wird auf diese Weise zu einem leichtfüßigen literarischen Spaziergang.
Fazit: Ein Muss für alle, die Texte nicht nur lesen, sondern wirklich verstehen wollen!
Klappentext:
Nicht nur der Teufel steckt im Detail, auch das Geheimnis großer Literatur – wenn man dafür ein Auge hat. Michael Maar, einer der renommiertesten deutschen Literaturkritiker und -historiker, zeigt, was die Werke der Weltliteratur dem aufmerksamen Leser en passant offenbaren: wie sich die Methode Sherlock Holmes’ von derjenigen Sigmund Freuds unterscheidet, welches deutsche Vorbild hinter Nabokovs Lolita hervorschimmert und worum es in Stevensons „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ und in Stokers „Dracula“ eigentlich geht. Was missfiel Mark Twain an Jane Austen, und wie nimmt Virginia Woolf in „Mrs. Dalloway“ ihr eigenes Schicksal vorweg? Daniel Kehlmann, Jonathan Franzen, Salman Rushdie: Auch in den Werken der Gegenwart funkeln die Details. Und das violette Hündchen? Es taucht ganz beiläufig in Tolstois „Krieg und Frieden“ auf – und begleitet uns durch das Buch.
Über den Autor:
Der mehrfach preisgekrönte Germanist und Literaturkritiker Michael Maar, Jahrgang 1960, wurde 1995 durch „Geister und Kunst. Neuigkeiten aus dem Zauberberg“ als Schriftsteller bekannt. Er hat zwei Kinder und lebt in Berlin.



