Da, wo ich dich sehen kann

„Da, wo ich dich sehen kann“ von Jasmin Schreiber, Eichborn Verlag: Mayas Kindheit findet ein jähes Ende, als ihr Vater ihre Mutter tötet. Ab diesem Moment herrscht Ausnahmezustand. Nun geht es nur noch ums nackte Überleben, um das des neunjährigen Mädchens und um das der restlischen Familie. Doch geht das überhaupt? Das ist die zentrale Frage dieses Romans: Kann eine solche Tragödie überhaupt überwunden werden?

Schmerz und Hoffnung

Die Autorin legt den Finger in offene Wunden, wenn sie über Tabuthemen wie Trauer, Schuldgefühle und Traumata schreibt. Sie zeigt auf, was dramatische Verluste bewirken, wie sie Menschen verändern, aber auch zusammenschweißen. Denn eins will Jasmin Schreiber mit ihrem aufwühlenden Text nicht: deprimieren. Sie versteht ihn als Hoffnungsträger, der neben Schmerz auch viel Licht und Schönheit präsentiert.

Fazit: Ein eindringlicher, zugleich zärtlicher Roman, der zeigt, dass selbst aus dunkelsten Erfahrungen neue Stärke und Zuversicht erwachsen können!

Über die Autorin:

Bestsellerautorin Jasmin Schreiber ist Biologin und Wissenschaftsjournalistin. In ihrem Podcast erzählt sie zusammen mit Lorenz Adlung von Nacktmullen, Vampirfledermäusen und Walexplosionen. Sie lebt mit ihrem Mann in Hamburg.