Abibliophobie

Außenstehende belächeln das Phänomen gern, tun es als „witzige kleine Macke“ ab: die Angst davor, keine neuen Bücher mehr zu bekommen. Sicher, Extrem-Leseratten würden das sicher sofort bei sich selbst diagnostizieren, augenzwinkernd selbstverständlich. Doch Abibliophobie gibt es wirklich. Sie ist eine „echte“ Angststörung und für Betroffene alles andere als ein Spaß. Denn sie geraten buchstäblich in Panik, wenn sie nur daran denken, wie es wäre, ohne weitere Lektüre, ohne spannende Geschichten und interessante neue Informationen dazustehen. Sie reagieren dann ähnlich wie jemand, der krankhaft Angst vor Spinnen hat – Atemnot und Herzrasen inklusive! Ohne eine Psychotherapie geht in solch extremen Fällen oft gar nichts mehr.